Diese Frage bekomme ich oft gestellt. Besonders dann, wenn ich mich für einen meiner Extremläufe vorbereite.

Die Antwort ist kurz und einfach:

Doch, ich habe auch Zweifel und Ängste. Aber ich habe gelernt damit umzugehen, sie zu verstehen und für mich als Vorteil zu nutzen.“

Dann folgt meistens recht schnell die Frage:

„Wie? Du nutzt für dich deine Zweifel und Angst? Wie machst du das?“

Angst ist zunächst erst einmal ein Gefühl, das wir spüren und wahrnehmen. Wenn es da ist, passiert erst einmal nicht viel. Kommen allerdings dann noch zweifelnde und sorgenvolle Gedanken dazu, kann sich diese Angstspirale sehr schnell nach oben bis hin zur Panikattacke drehen.

Zusammen bilden Zweifel & Angst ein tückisches Duo, das uns schnell lähmen, hemmen und ausbremsen kann. 

Angst ist ein sehr intensives Gefühl. Wir spüren, dass der Puls steigt, die Atmung in eine höhere Frequenz übergeht und wir irgendwie angespannter oder aufmerksamer werden.

Das ist auch gut so, denn die Evolution hat uns damit ausgestattet, um in kürzester Zeit flüchten oder uns verteidigen zu können. Vor mehr als 15000 Jahren, war das für uns auch noch einfacher, diese Gefahrenmomente wahrzunehmen und zu deuten und dementsprechend zu handeln. In unserer heutigen modernen und sicheren Welt, ist das schon nicht mehr so leicht. Manchmal verspüren wir Ängste und Zweifel in einer Intensität die, wenn wir die Situation rein rational betrachten würden, in keiner Relation zueinander stehen würden.

Trotzdem zeigt unser Organismus die gleichen Symptome, als müssten wir im nächsten Moment gegen einen Säbelzahntiger kämpfen.

Zweifel sind Gedanken, die in unserem Kopf entstehen. Sie sind ein innerer Dialog mit uns selbst. Entweder verursacht durch unsere Erfahrungen oder Glaubenssätze, die wir mit uns herumtragen.

Das Tückische an diesem Zweiergespann ist, dass sich sobald sich das eine verstärkt, auch das andere stärker wird.

Wird also mein Angstgefühl grösser und intensiver, werden sich auch meine negativen und zweifelnden Gedanken verstärken und umgekehrt.

Wie gehe ich nun mit diesem Duo um?

Zuerst mache ich mir bewusst, wo ich meine Angst verspüre.

Das Gefühl der Angst spüre ich am intensivsten in meinem Brustkorb. Angst ist mit meinem Puls und meiner Atmung verbunden. Wenn ich wahrnehme, dass sich mein Herzschlag beschleunigt und meine Atmung flacher und schneller wird, visualisiere ich dieses Gefühl als ein leuchtendes rotes Licht.

Dadurch wird das Gefühl für mich greifbar, zu einer Sache mit der ich etwas anfangen kann.

Ich sehe förmlich, wie dieses Licht in meinem Brustkorb voller Energie pulsiert. Ich spüre, dass meine Sinne geschärft werden und meine Wahrnehmung sich sensibilisiert. Mein Organismus sucht sozusagen nach Gefahrenmomenten und stellt sich darauf ein viel Energie in kürzester Zeit bereit zu stellen.

Im nächsten Schritt achte ich sehr auf meine Gedanken.

Welche Zweifel sind da und was wollen sie mir sagen?

Dann konzentriere ich mich wieder auf das Licht in meinem Brustkorb und spüre, was mein Köper mir zurückmeldet. Ich mache mir deutlich, dass alle Sinne und mein Organismus, sich darauf vorbereiten, sich entweder zu verteidigen oder zu flüchten und dass es gut so ist.

Ich freue mich über diese Energie, die mir mein Körper bereit stellt.

In diesem Moment wird mir deutlich bewusst, dass mich mein Körper beschützen möchte. All diese wunderbare Energie wird bereit gestellt um mich in Sicherheit zu bringen, mich zu verteidigen und ist da, damit es mir weiterhin gut geht und ich gesund bleibe. Das ist ein so wunderbarer Gedanke und ich fühle mich aufgehoben und sicher und ich weiss dann, dass mir nichts passieren kann. 

Meistens wechselt die Farbe des Lichtes in meinem Brustkorb dann von einem leuchtenden Rot in ein strahlendes pulsierendes Weiss und genau in diesem Moment spüre ich die grösste Energie.

Das Bewusstsein, dass da gerade ganz viel Energie und Kraft bereit gestellt wird, löst dann den nächsten Impuls aus und ich lege los, komme aktiv ins Tun und nutze diese Ressource.

Angst beginnt in deinem Kopf – Mut auch.

Du kannst dich ganz bewusst für Mut entscheiden und deinen zweifelnden Gedanken, die dein Angstgefühl nähren, nicht soviel Raum geben.

Jedesmal, wenn du dich deiner Angst gestellt hast, wirst du durch diese positive Erfahrung mutiger und stärker und es wird dir das nächste Mal leichter fallen und irgendwann wird das tückische Zweifel-Angst-Duo durch das Dream-Team Mut & Selbstvertrauen ersetzt.

Du möchtest deine Ängste & Zweifel näher beleuchten und willst diese Energieressource auch für dich positiv nutzen?

Dann lass uns gemeinsam schauen, was du tun kannst und buche hier dein 30-minütiges Gespräch: