Als Mental- und Motivationschoach unterstütze ich Frauen ihre Ängste und Zweifel in positive Kraft und Energie zu wandeln. Damit sie neues Selbstvertrauen entwickeln können und erfolgreich an ihr Ziel kommen.

Sport ist schon immer ein grosser Teil meines Lebens gewesen. Ich habe früh gelernt meine Grenzen immer wieder neu zu verschieben, mich Herausforderungen zu stellen und an Niederlagen nicht zu scheitern, sondern diese als Möglichkeiten und Chancen zu sehen. Genau diese Erfahrungen waren für die anderen Bereiche in meinem Leben ausserordentlich wertvoll und haben mir in den schwierigsten Zeiten über die eine oder andere Hürde geholfen.

Es war im Herbst 2018 als ich zufällig auf eine Dokumentation eines Streaming-Dienstes stiess, die mich irgendwie spontan fesselte. Zu diesem Zeitpunkt war ich zum ersten Mal wieder einen organisierten Marathon gelaufen und hatte für mich die Faszination des wirklich langen Laufens entdeckt und mir war klar, dass ich früher oder später auf extrem lange Distanzen wollte.

Diese Dokumentation handelte vom ersten Ultramarathon im Iran, der durch die heisseste Wüste der Welt, der Dascht-e-Lut Wüste mit Spitzentemperaturen von 78 Grad verlief. Da sich die Laufstrecke auch auf der antiken Seidenstrasse befindet heisst dieser Ultramarathon „Iranian Silk Road Ultramarathon – ISRU“ und wurde 2016 zum ersten Mal durchgeführt. Insgesamt mussten die Teilnehmer 250 km in 6 Tagen bewältigen. Das alleine fand ich schon sehr beeindruckend, wusste ich doch, was es bedeutet 42 km zu laufen. Aber mehr als das und dann noch bei Temperaturen mit weit über 50 Grad? Das war für mich zu diesem Zeitpunkt kaum vorstellbar…

Aber das, was mich dann zutiefst in meinem Herzen berührt hat, war die Tatsache, dass zum ersten Mal Frauen zusammen mit Männern von staatlicher Seite zugelassen waren und eine einzige iranische Frau an diesem Rennen startete.

Dazu muss man wissen, dass es im Iran Frauen nicht erlaubt ist so ohne Weiteres an sportlichen Events teilzunehmen oder überhaupt Sport zu machen.

Eine einzige iranische Frau.

Ich konnte das kaum glauben und jeder der das nun liest, stellt sich nun wahrscheinlich eine  durchtrainierte, sportliche und junge Frau vor. Weit gefehlt – es war Mahsa Torabi, 40 Jahre alt und sie hatte nicht wirklich viel trainiert dafür, da sie einfach nicht die Möglichkeit dazu in ihrem Land hatte.

Unterstützt wurde sie dabei von Stephanie Case, der Gründerin von Free to Run

Ich war zutiefst bewegt von dieser Frau, die sich Tage durch diese lebensfeindliche Wüste quälte, unerbittlich weiter machte und nicht aufgab mit einem einzigen Ziel :

Allen Männern und allen voran der Regierung in ihrem Land zu zeigen, dass Frauen und Männer gleichgestellt sind.

Der bewegendste Moment in dieser Dokumentation war, als Mahsa im Ziel ankommt, in die Kamera schaut und sagt: „Jetzt kann keiner mehr sagen, dass wir Frauen anders sind als Männer. Wir können das gleiche schaffen. Wir sind gleich.“

Das war für mich der Moment, in dem ich spürte, dass es das ist was meinem Laufen und meiner Arbeit einen tieferen Sinn geben würde.

Laufen für Freiheit.

Laufen für Gleichstellung.

Laufen für Mut.

Laufen für Gleichheit.

Laufen für seine Träume.

Laufen um Frauen stark zu machen.

Ich sammelte weitere Informationen zu Free-to-Run und war vom Kerngedanken und dem Ansatz, den diese Non-Profit-Organisation verfolgt begeistert.

Es gibt viele Länder und Regionen auf dieser Welt, in denen es Frauen und Mädchen nicht so ohne Weiteres möglich ist sich draussen frei zu bewegen. Das was ich hier ganz selbstverständlich tun kann, geht einfach nicht oder nicht ohne schwerwiegende Konsequenzen.

Durch die Projekte von Free to Run wird es Frauen und Mädchen in Krisengebieten ermöglicht an Outdoor-Aktivitäten wie Laufen, Radfahren, Schwimmen, Wandern und vieles mehr teilzunehmen.

In zusätzlichen Workshops lernen sie dann die erfahrenen und erlernten Fähigkeiten wie Selbstvertrauen, Selbstwahrnehmung usw. in ihren normalen Alltag zu übernehmen und verstehen, dass sie somit Einfluss auf die Gesellschaft nehmen können. Free to Run ist überzeugt, dass es in Konfliktregionen erst dann zu langfristigen guten Lösungen kommen kann, wenn auch Frauen vollständig in die Gesellschaft integriert werden und Mitspracherecht haben.

Das passte so wunderbar zu meiner eigenen Arbeit und mir war klar, dass ich diese Organisation dauerhaft unterstützen wollte. Denn egal wo wir auf der Welt leben, solange es Regionen gibt, in denen Frauen unterdrückt oder als nicht gleichwertig behandelt werden, wird es immer auch Auswirkungen auf unser Frauenbild hier haben.

Ich machte mich mit der Situation von Frauen im Nahen Osten vertraut und generell Frauen in Krisenregionen und einige Wochen später war ich im Team von Free-to-Run.

Seit diesem Zeitpunkt laufe ich alle meine Läufe für diese grossartige Organisation um sie bekannter zu machen und Spenden zu sammeln.

Meine Vision ist es, dass irgendwann jede Frau und jedes Mädchen auf dieser Welt ihr Leben und ihre Träume leben kann – frei, selbstbestimmt und unabhängig. Ohne religiöse, gesellschaftliche oder politische Einschränkungen. Dafür gebe ich ich all mein Wissen, meine Erfahrung und meine Energie – auch in meiner Coaching-Arbeit, in der ich Frauen stark mache, ihnen zu mehr Mut und Kraft verhelfe, damit sie ohne Ängste und Zweifel ihre Ziele verfolgen können.

Dafür lief ich im Juli 2019 240 km von Leipzig nach Berlin um zu zeigen, dass alles möglich ist, wenn man an sich und seine Ziele glaubt.

Den Laufbericht hierzu findet ihr hier : (folgt in Kürze)

5% meiner Einnahmen aus meiner Coaching-Arbeit mit Frauen gehen direkt an Free-to-Run um die zwei grossen Frauenprojekte in Afghanistan und im Irak zu unterstützen.

Ich habe die Hoffnung, dass meine Vision und die Vision von Free to Run irgendwann Realität werden kann, wenn wir mutig genug sind unseren Herzen zu folgen und nicht stumm bleiben, wenn wir spüren und sehen, dass Unrecht geschieht.

„In jeder Frau steckt die Kraft ihre eigene Geschichte zu schreiben.“

 

Ankunft am Bundestag in Berlin am 21.07.2019 nach 240 km Running