2019 war für mich ein Schlüsseljahr. Ich hatte endlich meine Hundeangst hinter mir gelassen, die mich mehr als zweieinhalb Jahrzehnte nach einem traumatischen Erlebnis begleitet hatte.

Ich fühlte mich zwar nicht mehr sehr beeinträchtigt, denn ich hatte mich irgendwie daran gewöhnt, dass ich einen großen Bogen um Hunde machte, die mir über die Fussgelenke ragten. Aber vor meinem 240 km Lauf wollte ich es endlich angehen und als ich Angela Hess von Mind TV kennenlernte, war mir klar, dass ich diese Angst endlich wieder los werden wollte. Die Methode gefiel mir. Eine Sitzung online, ähnlich einer Hypnosesitzung, die auf mein Unterbewusstsein einwirken würde.

Tja, was soll ich sagen?

Ich konnte es kaum glauben, was dann passierte oder nicht passierte. Die Tage danach war ich sehr gespannt, wie ich auf die nächste Begegnung mit so einer vierbeinigen Fellnase reagieren würde und wie es der Zufall manchmal so will, wurde ich ein paar Tage später an meiner Lieblings-Eisdiele mit einem riesigen englischen Bull Mastiff konfrontiert.

Und was passierte? Nichts.

Kein Herzklopfen. Keine Schweißperlen. Kein innerer Drang wegzulaufen.

Mutig fragte ich dann noch die Besitzerin, ob ich denn mal streicheln dürfte und dann fasste ich nach über 25 Jahren zum ersten Mal wieder einen Hund an und strahlte.

Aber wirklich spannend war das, was noch weiter passierte. Ich fühle nicht seitdem be-freit. Obwohl ich kein ängstlicher Typ bin, gerne Neues ausprobiere und mich und meine Ängste immer wieder herausfordere, fühle ich mich seitdem gelöster und freier.

Mut zum ersten Schritt aus der Komfortzone, fällt mit seitdem noch leichter.

Angst möchte uns etwas sagen. Es ist ein Gefühl, dass uns sensibilisiert für Zustände, die uns nicht vertraut sind oder mit denen wir schlechte Erfahrungen oder negative Gefühle verbinden. Jeder hat solche Ängste in sich. Bei dem einen sind sie mehr und bei dem anderen weniger ausgeprägt.

Je nachdem wie ausgeprägt dieses Angst ist, hat es unbewusst auch Einfluss auf andere Bereiche in unserem Leben.

Deshalb ist es wichtig, seine Ängste nicht einfach passiv hinzunehmen.

In unseren Ängsten steckt die grösste Möglichkeit zur Transformation. Denn so lähmend wie Angst sein kann, so gross kann das Selbstvertrauen wachsen, wenn du es geschafft hast, diese Angst zu besiegen.

Um Angst zu überwinden, braucht es Mut. Mut sich der Angst zu stellen und sich mit ihr auseinanderzusetzen.

Deshalb frage dich zuerst:

„Was wäre besser, wenn du diese Angst verlierst?“

Angst, Mut und Selbstvertrauen haben direkt Einfluss aufeinander.

Wenn du z.B. Angst hast vor Menschen zu reden und anfängst in kleinem Rahmen vor Menschen zu sprechen, wirst du dich langsam an die Situation gewöhnen und sie wird dir vertrauter. Du lernst dich neu kennen und es wird dir immer leichter fallen.

Jedesmal wenn du dich deiner Angst erfolgreich gestellt hast, wird dein Selbstvertrauen wachsen und das hat positive Auswirkungen auf andere Situationen in deinem Leben.

„Mut bedeutet nicht, dass du keine Angst hast. Mut bedeutet, dass du dich von der Angst nicht abhalten lässt.“